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Dancing Life from Your Core!!!… is an invitation to enter your own dance, wisdom and resources, connecting with aliveness, freedom and interconnection with all living beings. It is a movement and transformational arts practice for personal and professional development, which inspires and transforms people from all over the world.

Tanze wenn Du nicht Tanzen kannst

...Wenn Du nicht zu den Sessions kommen kannst, krank bist, dich nicht bewegen kannst, im Flugzeug sitzt......

Man kann Dance Medicine auch nutzen, wenn mal man nicht im buchstäblichen Sinne auf der Tanzfläche „tanzen“ kann. Die Tanzmeditation verändert das Gehirn in so einer Art und Weise, dass es unsere Gesundheit unterstützt. Wir kreieren Dance Medicine jede Woche, wenn wir auf der Tanzfläche erscheinen.
Wenn Du nicht zum Studio kommen kannst, um mit uns zu tanzen, weil Du krank bist..... wenn es Dir nicht gut geht.....wenn Du Dich isoliert fühlst oder wenn Du nicht kommen kannst, weil Du andere versorgen musst, dann ist ...
(Die praktischen Übungen sind kursiv.....)
 
...der erste Schritt: Tanze in deiner Imagination
Wenn Du im Krankenhausbett liegen musst, oder zu Hause oder in einem Stuhl oder im Flugzeug sitzt... spüre den Boden, Deinen Atem, den Raum in und um Dich herum. Wenn Du Dir vorstellen kannst, dass Du tanzt, dass Du den Boden, Deinen Atem und den Raum in und um Dich herum genauso spürst, also ob Du tanzen würdest, dann verrechnet das Gehirn das als “Tanzen“. Muskeln verändern ihren Tonus, Nerven feuern, Neurotransmitter werden ausgeschüttet.... All das passiert genauso, wie wenn Du wirklich tanzen würdest. Manchmal ist die Erfahrung sogar besser als das reale Tanzen, weil in Deiner Imagination ja alles möglich ist: Du kannst große Sprünge machen wie ein Riesenfrosch, Saltos wie im Zirkus, usw. Wichtig ist nur, die sich vorgestellte Bewegung innerlich zu spüren.
Manchen von Euch mag vielleicht die Technik von „Feldenkrais“ ein Begriff sein, wo es genauso wichtig ist, sich eine Bewegung vorzustellen, als sie auszuführen.
Daher möchte ich euch ermutigen, Eure Dance Medicine auch zu Hause oder im Krankenhaus wie eine Meditation zu benutzen ohne äussere Bewegung. Du kannst das mit Musik über Kopfhörer machen oder ohne Musik. Wenn Du Musik wählst, dann kann auch die Medizin der Musik, der Rhythmus, der Fluss dir helfen. Du kannst Dich vom Rhythmus finden lassen und Dir mit deiner Imagination helfen lassen. Du kannst Dir Deine LieblingstanzpartnerInnen vorstellen. Dies wird zu einer inneren Tanzmeditation durch deine Vorstellung, die auf Deinen Körper und Dein Gehirn wirkt. Außerdem ist die Zeit viel besser genutzt als wenn man nur daliegt, sich Sorgen macht oder sich selbst bemitleidet.
 
Das funktioniert, weil in unserem Kern ein tänzerisches Wesen wohnt, das immer stark, im Fluß, lebendig und gesund ist. Tanz ist seine Medizin. Dieses tänzerische Wesen lebt im Kern von uns allen, ganz egal wo, wer wir sind oder wie wir uns fühlen.
Du kannst diese Meditation auch üben, um den Mut aufzubringen, wieder zu den öffentlichen Sessions zu kommen, wenn Du für eine Weile nicht da warst.
 
2. Schritt: Erkenne Deine Gefühle an
Ich habe festgestellt, dass ich manchmal meinem Körper richtig böse bin, wenn ich krank bin oder aus irgendeinem anderen Grund mal nicht im Studio tanzen kann, mein Yoga machen oder wandern gehen kann. (Meinem Mann John ging es auch so, als er seine HerzOPs hatte, und er berichtet es immer noch, wenn er einfach Grippe hat). Ich fühle mich dann richtig betrogen, werde wütend oder habe einfach viele gemischte Gefühle. Dann muss ich mir diese Gefühle eingestehen und anerkennen. Sie sind real und sollen auch geehrt werden. Wenn wir unsere Gefühle ehren, können sie durch uns durchfließen. Es gibt in der Gehirnforschung die sog. „90 Sekunden Regel“ (Jill Bolte Taylor), die besagt, dass ein Gefühl 90 Sekunden braucht, um durch das Gehirn und den Körper durchzulaufen, wenn wir es nicht blockieren. Durch das Ehren des Gefühls, ohne daran festzuhalten, lassen wir es durchlaufen, wie eine Welle. Wenn wir ein Gefühl nicht wahrhaben wollen, dann bleibt es meistens unterschwellig stecken. Wenn wir Widerstand leisten, dann bleibt es uns erhalten.
Natürlich wissen wir mental, dass es nicht der Fehler unseres Körpers ist, wenn wir uns gerade nicht gut fühlen. So ist das Leben.... Leben gibt uns manchmal ein Leiden auf... Dies sind Herausforderungen, die wir Menschen alle irgendwie machen müssen. Und...
 
Gefühle sind für uns im Moment real.
Atme in sie hinein, fühle sie, lasse sie durch Dich hindurchfliesen, male sie, bewege sie (wenn Du kannst), singe sie, schreibe sie....
 
Schritt 3: Mit dem Körper wieder Freundschaft schließen
Es gibt einen Weg, unser Gehirn in Richtung von positiven Erlebnissen zu verdrahten, anstatt den Körper als einen Feind anzusehen oder als etwas, das wir nicht mehr vertrauen können.
Die folgende Meditation kannst Du zu jeder Zeit machen:
Spüre Deinen Atem, wie er beim Einatmen in Deine Nase, Hals, Brust und Bauch hineinfließt und wie er beim Ausatmen wieder herausfließt.
Nun beginne Dich an die Körpererfahrungen zu erinnern, die Dir glückliche, fröhliche und friedliche Erlebnisse in der Vergangenheit beschehrt haben:
Zum Beispiel: Dein Mund hat Dir das Erlebnis gegeben, köstliche Speisen zu kosten, Deine Augen, wundervolle Sonnenuntergänge und Blumen zu sehen...alle die tollen Dinge und Situationen, die Du schon im Leben sehen konntest... Deine Ohren haben Dir die schönen Melodien und Rhythmen der Welt kredenzt...Deine Haut die Umarmung einer geliebten Person oder die Berührung eines Babys..... Ohne diese Körpererfahrungen hättest Du diese Erlebnisse verpasst.....
 
Es ist hier wichtig, dass Du nur mit dem in Kontakt gehst, was sich gut anfühlt. Der Schmerz wird versuchen, Dich wieder an sich zu reißen, aber erinnere und spüre wirklich nur die angenehmen Erlebnisse aus der Vergangenheit. Wenn Schmerz lange in einem System erhalten bleibt, dann werden die Gehirnbereiche für Schmerz vernetzt. Das Gehirn baut sozusagen eine Schnellbahntrasse für den Schmerz. Diese Meditation unterstützt das aktive Vernetzen der Schmerzkreise im Gehirn mit angenehmen Erlebnissen. Es werden also wieder andere begehbare Wege im Gehirn gebaut und vernetzt, als immer nur die Schnellbahntrasse zu verstärken. Nach dieser Meditation wirst du feststellen, dass Du auch wieder angenehme Erlebnisse im Körper haben kannst und nicht nur Schmerz. (adaptiers von Rick Hanson, The Buddhas Brain)
 
Schritt 4: Bewege was du bewegen kannst
Das hier kannst Du während unserer Sessions anwenden oder zu Hause.
Zehen, Finger, Zunge, Augen bewegen... das ist gut genug... erforsche Deinen Tanz durch die Teile deines Körpers, die Du bewegen kannst, die einen von außen wahrnehmbaren Tanz machen können. Lass sie zu Dir sprechen.... Lass sie von der Lebendigkeit erzählen, die in Dir steckt und diese unterstützen. Das ist tiefe Übungspraxis.... dafür haben wir Jahr für Jahr im Studio geübt, damit Du Dance Medicine mit Dir mitnehmen kannst, wenn Du nicht im Studio bist und im richtigen Leben anwenden kannst. Der Tanz hört nie auf... wenn Du das Studio verlässt....die göttliche Tanzfläche ist überall!
 
Ich erinnere mich an Tänze mit einer gemischten Gruppe Menschen ohne und mit verschiedenen körperlichen Handicaps. Eine meiner Tanzpartnerinnen war eine Frau im Rollstuhl, die nur ihre Augen und zwei ihrer Finger bewegen konnte um ihren Rollstuhl zu bewegen. Unsere Duetts wurden entweder durch Augenbewegungen oder Rollstuhlbewegungen geführt und kreiert. Der Tanz, in dem wir durch ihre Augenbewegungen miteinander tanzten war einer meiner intimsten Tänze, die ich je mit jemandem hatte – für sie und für mich. Man braucht nicht alle Körperteile um tanzen zu können!!!
 
Schritt 5: Mit Freunden und geliebten Menschen zusammen zu sein ist heilend!
Bleib mit der Gemeinschaft in irgendeiner Art verbunden, auch wenn Du nicht zum Tanzen kommen kannst!
Während einer Krankheit oder Erholungsphase, während Zeiten, in denen wir starke Symptome oder Gefühle haben (wenn wir entweder selbst krank sind oder für Kranke sorgen) werden wir oft recht isoliert.
Schmerz ist isolierend, isoliert uns von der Außenwelt, ganz egal ob er körperlichen oder psychischen Ursprungs ist. Wenn mein Kopf wehtut, dann versuche ich sowohl den körperlichen Schmerz zu verkraften, als auch die psychologische Angst dahinter: dass der Schmerz vielleicht nie aufhört, dass ich meinen Workshop nicht unterrichten kann, dass ich meine Rechnungen nicht bezahlen kann, wenn ich nicht arbeiten kann, dass ich meine Freunde verlieren werde, wenn ich nicht in deren Aktivitäten mitmachen kann, etc......
Niemand kann mir die körperlichen Schmerzen wegnehmen oder mir direkt helfen. Aber wenn ich mich an Menschen wende und mich dafür entscheide, mit Menschen zusammen zu sein, die für mich angenehm sind und einen sicheren Raum für mich darstellen, dann wird der psychologische Schmerz besser, der am körperlichen mit dranhängt und ihn schlimmer macht. Dann verstärkt das Gefühl der Isolation nicht mehr den Stress, den wir sowieso schon erleben. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, denen wir vertrauen, dann bewirkt das einen ganzen Wasserfall positiver Gefühlshormone und –neurotransmitter, die dazu beitragen, dass wir uns schneller erholen und mit der Welt verbunden bleiben. Die neueste Gehirnforschung lehrt uns, dass nicht nur ein Schnupfen ansteckend ist, sondern auch das Wohlbefinden. Soziale Netzwerke helfen uns gesund und glücklich zu werden und zu bleiben. (Gehirnforscher Christakis & Fowler, Zeit 4/19/2009)
 
In Zeiten der Veränderung oder hoher Intensität – und Krankheit oder die Versorgung von anderen, die krank sind, sind solche Zeiten – brauchen wir alle mehr Unterstützung als nur uns selbst.
 
Komm zu unseren Sessions zurück, auch wenn Du nicht aktiv auf der Tanzfläche mitmachen kannst: Du kannst immer an der Seite oder auf der Stuhlreihe sitzen, die wir extra für solche Menschen aufgestellt haben, die wenig Energie haben..... und sei Zeuge – beobachte mit einem offenen Herzen. Wenn Du empathisch beobachtest und präsent für die Tänzer bist, wenn Du Dich durch ihren Tanz berühren lassen kannst, dann registriert dein Gehirn das auch als „Tanzen“. Es ist also nicht wichtig ob Du selbst tanzt oder ob Du präsent zuschaust (ohne Bewertung natürlich, sonst ist alles für die Katz, Dein Gehirn registriert das nämlich auch) und dabei Deine eigenen Körperempfindungen und Gefühle spürst und Deine inneren Bilder siehst. Das Gehirn erfährt eine ähnliche Aktivierung, wie wenn Du selbst tanzen würdest. Du bekommst bloß nicht den schweißtreibenden Workout. Auch hat das Präsentsein bei der Session eine positive Wirkung auf Deinen Verstand. Er denkt über etwas Unterstützendes nac, was viel besser ist, als wenn Du isoliert zu Hause säßest und Trübsal blasen würdest. Hier ist die Gemeinschaft wirklich Deine Kraftquelle.
Wenn Du nicht zur regelmäßigen Session kommen kannst, bleib über email oder Telefon verbunden. Die Gemeinschaft kann Dich nicht unterstützen, wenn sie nicht weiß, was los ist.
 
Also, tanzt weiter meine lieben Tanzfreunde. Ich stelle mir Euch in absoluter Gesundheit, Fröhlichkeit und Lebendigkeit vor!
Eva (copyright 2010)

 

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